Die Schulferien sind für viele Familien die schönste Zeit des Jahres. Endlich gemeinsam raus aus dem Alltag, zusammen etwas erleben und Erinnerungen schaffen. Doch gerade, wenn Kinder schulpflichtig sind, stoßen Eltern schnell an Grenzen: feste Ferienzeiten, hohe Preise und überfüllte Reiseziele.
Ein Campingurlaub mit Kindern kann hier die perfekte Lösung sein – flexibel, naturnah und (wenn man weiß, wie) für jedes Budget machbar.
Welche Aspekte du beachten musst, um den Campingurlaub in den Schulferien bestmöglich zu planen und zu buchen, verrate ich dir in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis
- Warum Camping mit Kindern ideal ist
- 1. Urlaubstage clever legen
- 2. Feiertage und Brückentage nutzen
- 3. Frühzeitig buchen
- 4. Den richtigen Campingplatz auswählen
- 5. Anreise clever gestalten
- 6. Ziele mit Augenmaß wählen
- 7. Digitale Helfer einsetzen
- 8. Packliste für Familien – das darf nicht fehlen
- Fazit
Warum Camping mit Kindern ideal ist
Camping ist weit mehr als nur eine günstige Alternative zu Hotels. Für Kinder ist es ein echtes Abenteuer:
- Sie schlafen im Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil mitten in der Natur.
- Sie haben viel Platz zum Spielen, Toben und Entdecken.
- Auf Campingplätzen finden sich schnell neue Freunde – oft entstehen kleine Feriencliquen, die stundenlang zusammen unterwegs sind.
- Eltern genießen die entspannte Atmosphäre: kein Dresscode und keine festen Essenszeiten.
Planung in den Schulferien – so klappt’s stressfrei
Die Planung ist das Herzstück eines gelungenen Campingurlaubs. Gerade in den Schulferien, wenn Millionen Familien gleichzeitig unterwegs sind, entscheidet sie darüber, ob die Reise entspannt oder chaotisch wird. Das allerwichtigste dabei: Beginne so früh wie möglich mit Planung.
Hier ein umfassender Leitfaden:
1. Urlaubstage clever legen
Bevor es an die konkrete Planung geht, lohnt sich ein Blick auf den Jahresurlaub. Wie viele Urlaubstage stehen zur Verfügung – und wie lassen sie sich am besten mit den Ferien der Kinder kombinieren?
Es lohnt sich durchaus, auch in den Oster- und Herbstferien campen zu fahren. Gerade im Herbst kann man im Süden von Europa den Sommer nochmal um ein paar Tage verlängern und dabei günstige Nebensaison-Preise nutzen.
Nicht alle Bundesländer haben gleichzeitig Ferien. Wenn ihr flexibel seid, lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede – so lassen sich Menschenmassen und Spitzenpreise manchmal sogar in den Sommerferien vermeiden.
Dazu gibt es den praktischen Feriendichtekalender.
2. Feiertage und Brückentage nutzen
Auch wenn der Fokus auf den großen Ferien liegt: Brückentage im Frühsommer oder Herbst verlängern das Wochenende perfekt für einen Kurztrip mit Zelt oder Wohnmobil.
Viele Campingplätze bieten in der Nebensaison entspanntere Preise und weniger Andrang – ideal für Familien, die flexibel sind. Aber plant ein, dass gerade an Christi Himmelfahrt und Pfingsten – beides bundesweite Feiertage – Campingplätze oft schon weit im Voraus ausgebucht sind.
Behalte daher auch die schulfreien Tage der Kinder im Auge, die außerhalb der „offiziellen“ Feiertage liegen. In den meisten Schulen gibt zwei bis drei bewegliche Ferientage. Diese lassen sich perfekt für kleinen Campingtrip außerhalb der Hauptsaison nutzen.

3. Frühzeitig buchen
Beliebte Campingplätze am Meer, an Seen oder in den Bergen sind in den Sommerferien (oder auch langen Wochenenden) oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Frühbucher profitieren somit von einer größeren Auswahl an Stellplätzen oder Mietunterkünften.
Und wer im Winter reserviert, sichert sich nicht nur den Platz, sondern oft auch günstigere Preise. Viele Campingplätze bieten Frühbucher-Rabatte, die sich für längere Aufenthalte durchaus lohnen.
Und manche Campingplätze sind tatsächlich so beliebt, dass man sich schon rechtzeitig den Tag markieren muss, an dem die Buchung freigegeben wird, um dann schnell genug zuzuschlagen.
4. Den richtigen Campingplatz auswählen
Familienfreundliche Plätze sind Gold wert. Achte auf:
- Spielplätze und Pools, Strandzugang oder Lage an einem See
- Kinderanimation oder betreute Aktivitäten
- autofreie Bereiche für Sicherheit
- gute sanitäre Anlagen
- Einkaufsmöglichkeiten vor Ort
So haben Kinder Beschäftigung und Eltern können wirklich entspannen.
Prüft individuell, was eure Familie braucht. Gerade mit dem Wachsen der Kinder verändern sich Ansprüche. Sind für kleine Kinder noch tolle Spielplätze Gold wert, brauchen Teenies eine gute Internetverbindung und „coole“ Aktivitäten.
In meinem Artikel “Wie du den idealen Campingplatz findest” kannst du ein PDF mit einer Checkliste zum Ausfüllen kostenfrei downloaden. Darin könnt ihr festhalten, was euch an euren Urlaubsort wichtig ist.
5. Anreise clever gestalten
Stundenlange Autofahrten sind für Kinder anstrengend. Plane Pausen ein und baue kleine Abenteuer auf dem Weg ein: Ein kurzer Stopp an einem See, ein Spielplatz oder ein Picknick machen die Fahrt angenehmer. Auch Nachtfahrten können eine Option sein, wenn die Kinder im Auto schlafen und die Erwachsenen gut im Dunkeln fahren können.
Am besten vermeidet ihr die typischen Reisetage. Viele Campingplätze lassen sich nicht nur Samstag bis Samstag buchen, sondern bieten alle Wochentage als An- und Abreisetage an. Damit können dann volle Straßen vermieden werden.
Lies dazu mehr in meinem Artikel, wie Autofahren mit Kindern entspannter wird.

6. Ziele mit Augenmaß wählen
Es muss nicht immer das Ausland sein. Auch innerhalb Deutschlands gibt es tolle Campingziele, die sich perfekt für Familien eignen.
Von Nord- und Ostsee bis in die Alpen findet man kinderfreundliche Plätze mit viel Natur und Freizeitangeboten.
Überlege also realistisch, wie lange die Reise im Auto für euch sein darf und wählt unter anderem danach das Ziel.
7. Digitale Helfer einsetzen
Reise-Apps können die Planung deutlich erleichtern:
- Camping.info oder Eurocamp für Preisvergleiche und Bewertungen
- Google Maps für Routen mit kinderfreundlichen Pausen
- Hörspiel-Apps, mit denen schon daheim Hörspiele für die Fahrt heruntergeladen werden (das schont das Datenlimit). Wir nutzen seit vielen Jahren BookBeat. (Das kannst du 60 Tage kostenfrei testen.)
Gerade mit Kindern spart gute Vorbereitung viel Stress – und sorgt dafür, dass der Urlaub mit einem entspannten Gefühl startet.
Mein Tipp ist es, dass du dir ein eigenes “Orga-Dashboard” für deine Urlaubsvorbereitung baust. Mit Apps und Listen kannst so Packlisten, Routenplanung, Unterkunftssuche, Aktivitätenplanung etc. ganz entspannt daheim vorbereiten.
Ausflüge und Besichtigungen buchen wir gerne über Getyourguide. Gerade für größere Kinder können da spannende Erlebnisse dabei sein.
8. Packliste für Familien – das darf nicht fehlen
Damit der Campingurlaub entspannt wird, lohnt sich eine durchdachte Packliste. Neben den Klassikern wie Zelt, Schlafsäcken und Campingkocher sind für Familien besonders praktisch:
- wetterfeste Kleidung für alle Fälle
- Gesellschaftsspiele und Outdoor-Spielzeug
- Fahrräder oder Roller
- Bollerwagen für kleine Kinder
- kleine Extras wie Hängematte, Kuscheldecken und Lichterkette für gemütliche Abende
Nutze als Grundlage für deine eigene Packliste gerne meine Camping-Packliste, die du hier herunterladen kannst.

Fazit
Ein Campingurlaub mit Kindern lebt von guter Planung. Wer Urlaubstage clever einsetzt, Brückentage nutzt, frühzeitig bucht und den passenden Platz findet, kann selbst in den trubeligen Schulferien eine stressfreie Auszeit genießen.
Digitale Tools helfen zusätzlich, alles im Blick zu behalten. So wird Camping zum perfekten Abenteuer für die ganze Familie – voller Natur, Freiheit und unvergesslicher Erinnerungen.
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