Camping & Reisen in Europa Polen

Roadtrip durch Polen

Unsere Reisepläne für die Sommerferien haben sich von Januar bis Juli ungefähr viermal geändert – Corona sei Dank. Letztendlich wurden eine Woche vor Urlaubsbeginn entschieden: Es geht mit unserem VW Bus T4 nach Polen.

Um möglichst viel von diesem – für uns unbekannten – Land zu sehen, wollen wir einen Roadtrip machen. Eine genaue Reiseroute legen wir nicht fest. Klar ist nur, dass wir in Südpolen starten und über die Masurische Seenplatte bis an die Ostsee fahren. 

Wir wünschen uns unberührte Natur, wenig Tourismus, urige Campingplätze und einen finanziell günstigen Urlaub.

Ob sich unsere Erwartung erfüllt haben, könnt ihr hier lesen. 

Den Anfang macht: Schlesien

Die deutsch-polnische Grenze überqueren wir bei Görlitz. (Grenzkontrollen zum Vorzeigen von negativen Coronatests oder Impfstatus gab es übrigens weder bei der Hin- noch bei der Rückfahrt.)

Der erste Stopp ist am Stausee „Jezioro Leśniańskie“. Und schon hier machen wir das erste Mal die Erfahrung, dass Camping in Polen herrlich entspannt ist.

Eigentlich ist der Campingplatz schon voll, aber man findet noch ein kleines Eckchen in das wir uns quetschen können. Auch die Anmeldung ist unbürokratisch: Personalien müssen nicht angegeben werden, die Abrechnung wird auf einem Notizzettel gemacht und direkt bar beglichen.

Schlesien hat eine reiche Kulturlandschaft und viel schöne Natur. Es gibt zahlreiche Schlösser und Burgen zu besichtigen, Wanderungen in beeindruckender Natur zu unternehmen und Städte mit einem reichen historischen Erbe zu besuchen. An Urlaubsaktivitäten mangelt es also nicht.

Wir nehmen uns drei Ziele vor: Breslau, einen Dinopark und eine Wanderung zu den farbigen Seen.

Entspannte Großstadt: Breslau

Breslau (polnisch: Wroclaw) ist bekannt für den Marktplatz (Großer Ring), der von wunderschönen alten Häusern umrahmt wird. Dieser Platz ist auch wirklich sehenswert 😍

Was uns noch in Breslau begeistert hat: 

💚 Die Breslauer Zwerge. 
In der Stadt verteilt gibt es ca. 600 gusseisernen Zwerge. Diese zu finden, macht dann auch für Kinder die Erkundung der Stadt spannend. Ursprünglich sind die Zwerge ein Zeichen der Kritik am kommunistischen Regime in der 80er Jahren. Seit Anfang der 2000er werden sie von Künstlern geschaffen und thematisch passend in der Stadt platziert. Wir haben immerhin 33 gefunden. 

💚 Der Ausblick von Turm der Elisabethkirche.
Rund 300 Stufen haben wir auf der engen Wendeltreppe bezwungen, um dann einen herrlichen Blick über die Stadt im Abendlicht zu genießen. 

💚 Das Wasserspiel im Scheitniger Park vor der Jahrhunderthalle. 
Für zehn Minuten steigen die Fontänen im Takt klassischer Musik in die Höhe. Das gibt es immer abends zur vollen Stunde von 18 bis 21 Uhr. Danach sind wir durch den Park zurück zu unserem Campingplatz spaziert. 

💚 Übernachtet haben wir auf dem Platz Camping 117 KS AZS-AWF, der direkt neben dem Stadion liegt. Der Platz ist zweckmäßig statt schön. Für einen Besuch der Stadt liegt er aber perfekt: mit der Staßenbahn 9 ist man in 15 Minuten in der Innenstadt. 

@vierimbus on Instagram, 14.08.2021

Reise in die Urzeit: der Dinopark

Dinoparks gibt es gefühlt in jeder Ecke in Polen. Wir besuchen den Jurapark Krasiejow. Ein Fußweg führt durch ein riesiges Tal, in dem Dinosaurier-Figuren in Originalgröße stehen. Man hat fast das Gefühl, diese riesigen Wesen laufen jeden Moment los.

Toll war auch das „Aquarium“. Dort bekommt man eine 3D-Brille und sieht dann auf Bildschirmen Urzeitwesen im Wasser schwimmen. Ansonsten bietet der Park einen großen Spielplatz, ein paar Fahrgeschäfte (Achterbahn, Kettenkarrussel etc.) und einen See mit Strand. Also bei gutem Wetter lohnt es sich, Badeklamotten mit dabei zu haben!

Eigentlich sind wir keine Freund von Freizeitparks. Aber das Konzept dieses Dinoparkes hat uns gut gefallen: Ein Freiluftmuseum, das gleichzeitig Jahrmarkt-Rummel, Spielplatzspaß und Strandentspannung bietet. So waren alle vier glücklich nach dem Besuch.

Wanderung zu den Farbigen Seen

Empfehlenswert ist die Wanderung zu den „Kolorowe Jeziorka“. Die vier Seen sind durch Metalloxide im Boden (eine Folge von Grubenbau) unterschiedlich gefärbt. Ein Wanderweg führt von See zu See durch eine schöne Waldlandschaft. 

Tipp, wenn man nicht so weit laufen will: nicht direkt einen der ersten Parkplätze nehmen, sondern den Berg weiter hochfahren. Direkt am Beginn des Wanderweges gibt auch noch einen Parkplatz. Damit spart man sich den Weg über die asphaltierte Straße. 

In der Mitte bereisen wir: Die Masurische Seenplatte

Nach vier Tagen in Schlesien haben wir genug von Wald, Bergen und Städten – wir wollen ans Wasser. Also beschließen wir, nicht weiter gen Osten zu fahren, sondern den direkten Weg zu den Masuren einzuschlagen.

Wenn man vom Süden ins Landesinnere fährt, wird es landschaftlich leider etwas langweilig. Auf Maisfeld folgt Acker folgt Maisfeld usw. Deswegen legen wir dort auch keinen Zwischenstopp ein, sondern durchqueren die Mitte des Landes in einem Zug. Wir sind ziemlich happy, als die Landschaft im Nordosten langsam wieder hügeliger und bewaldeter wird. 

Es ist schon fast dunkel, als wir auf dem Stellplatz ankommen, den wir uns bei Park4Night rausgesucht haben. Dass wir so spät eintreffen, ist uns etwas unangenehm. Aber auch hier wieder: Alles ganz entspannt!

Der Besitzer ist noch beim Angeln und begrüßt uns dann sehr herzlich (sogar auf deutsch, er hat jahrelang in Deutschland gearbeitet). Der Platz ist spartanisch: das Sanitärgebäude besteht nur aus zwei Toiletten und zwei Waschbecken, das Wasser selbst kommt direkt aus dem See. Zum Kartoffel kochen würde es gehen, aber trinken sollte man es besser ist – so die Aussage des Platzbesitzers.

Leider hat uns die Lage nicht ganz überzeugt, so dass es bereits am nächsten Morgen weitergeht. (Ok, in Zusammenhang mit dem Bild wirkt diese Aussage vielleicht komisch, aber der Zugang zum See war nicht so schön und vor allem wurde nebenan ab sieben Uhr morgen laut im Wald gearbeitet…)

Der erste Morgen an der Masurischen Seenplatte.

Den Platz, der unsere nächster Aufenthalt wird, ist dann auch einer unserer Top 4-Plätze in Polen. Bei bestem Wetter wird zwei Tage gebadet, geangelt, Feuer gemacht und der großartige Stellplatz direkt am See genossen. An dem See gibt es viele Angelstege, allerdings muss man gut schauen, dass man noch ein Plätzchen für seine eigene Angel findet. Viele reservieren sich mit Klappstuhl und Angel schon morgens einen Steg. Einen Angelschein braucht man in Polen übrigens nicht. Aber für jeden See muss eine eigene Angelberechtigung gekauft werden.  

An diesem Ort hatten wir auch unseren entspanntesten Vormittag der ganzen Reise: Holz und Blaubeeren im Wald sammeln und danach Blaubeer-Pfannkuchen und Feuer machen. Viele sammeln dort auch Pfifferlinge in rauen Mengen. Das trauen wir uns aber aufgrund unserer geringen Pilzkenntnisse nicht.

Danach geht es auf einem kurzen Abstecher weiter in den Osten der Masuren. Dort finden wir zwar einen außergewöhnlichen Campingplatz, auf dem aber leider keine einladende Atmosphäre herrscht. Und nur reines Naturparadies sind die Masuren keineswegs. Dort herrscht auch an vielen Orten Trubel und Halligalli. Und auf den Seen fahren Motorboote und Jetskis.

Aber mit ein bisschen Suchen findet man wieder sehr idyllische Plätze…  

An solch einem wären wir gerne länger geblieben. Denn inzwischen sehnen wir uns sehr nach einem längeren Aufenthalt an einem Ort. Das ständige Umbauen des Busses und das viele Fahren strapaziert unsere Nerven.

An dem See, mitten im Nirgendwo haben wir den für uns perfekten Platz gefunden. Aber nun macht uns leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Extremer Wind kommt auf und wir stehen quasi mitten im Windkanal. Leider bringt auch ein Stellplatz-Wechsel auf dem Platz nicht wirklich eine Besserung. So lassen wir uns schon nach drei Nächten quasi vom Platz wehen und machen uns auf den Weg an die Ostsee.  

Die Touristenhighlights der Masuren, die in jedem Reiseführer angepriesen werden, lassen wir bewusst aus. Sicherlich sind diese auch sehenswert, aber wir haben hier ein Naturerlebnis abseits von Touristentrubel gesucht und gefunden.

Am Ende gehts zur: Ostsee

Unsere erste Station an der Ostsee ist ein Campingplatz südlich von Danzig. Die Beschreibung klingt sehr gut, aber schon die Anreise dorthin lässt uns etwas schaudern: Ramschläden mit Touri-Nepp, Fressbuden und Menschen, Menschen, Menschen. Der Campingplatz ist zwar wirklich ganz nett, aber mit der (für uns) unattraktiven Umgebung können wir uns nicht anfreunden. Also heißt es wieder: nach nur einer Nacht wieder alles fahrbereit machen und weiterziehen.

Nun quälen wir uns fünf Stunden durch Stau und enge Ortschaften weiter die Küsten hinauf. Das ist der Tag, an dem ich diese ganze Reise am liebsten abbrechen will. Alles in mir verlangt nach Ruhe, nach Ankommen, nach gemütlicher Langeweile.

Ein bisschen erfüllt sich das dann auch an unserem nächsten Ziel Władysławowo. Der Campingplatz, auf dem wir einchecken, entspricht in vielen nicht unserer Vorstellung eines perfekten Campingplatzes: zu wenig naturbelassen und zu groß. Aber das ignorieren wir jetzt einfach mal und genießen für vier Nächte die positiven Seiten des Platzes. Die Waschmaschine, die warmen Duschen, das WLAN und das Beste: ein fantastischer Ausblick von der Steilküste übers Meer. Genießen kann man diesen Blick von einer Plattform.

Die Aussicht überzeugt, oder!?

Unser Plan war, von Władysławowo mit dem Zug einen Tagesausflug nach Danzig zu machen. Am Tag zuvor fahren wir, ebenfalls mit dem Zug, auf die Halbinsel Hel. Und das treibt uns dann den Danzig-Plan aus. Denn gefühlt ALLE wollen mit dem Zug fahren. Die Zugtickets kaufen ALLE am Schalter, was für ALLE ein dreiviertel Stunde Anstehen bedeutet. (Auf der polnische Bahn-Homepage haben wir nicht rausgefunden, ob man auch online Tickets kaufen könnte.) Nach dem Ticketkauf stehen ALLE dicht gedrängt auf dem Bahnsteig und steigen dann ALLE in den Zug.

Ich übertreibe natürlich, aber nach eineinhalb Jahren coronabedingtem Abstand, sind uns diese Massen von Menschen auf einem Fleck doch sehr unangenehm. Das brauchen wir definitiv nicht zwei Tage hintereinander.  

Unser Ausflugsziel Hel bietet als Attraktionen ein Robbengehege (allerdings sehr klein), einen Wald voller alter Bunker (historisch sicherlich wertvoll, um sich zu erinnern) und viele, viele Essensbuden (Klassiker: Fisch, Hot Dogs, Waffeln, Softeis). Und natürlich nicht zu vergessen: ALLE Menschen, die mit uns im Zug sassen. Toll sind die offene Elektrotaxis, die einen für wenig Geld von A nach B bringen.

Wer nach Hel will, dem würde ich die Nebensaison empfehlen. Władysławowo als Touristenhochburg kann man sich meiner Meinung nach ganz sparen, da gibt es an der Ostsee schönere Orte. 

An einen solchen reisen wir dann auch weiter. Und zwar nach Rowy, das einige Kilometer weiter westlich liegt. Der Ort ist zwar auch touristisch, aber deutlich kleiner und dadurch viel beschaulicher. Es gibt einen schönen breite Sandstrand, den wir am Anreisetag, als das Wetter noch richtig gut ist, zum Sonnenbaden und den ersten Wellenreit-Versuchen der Tochter nutzen.

Auch der Campingplatz, den wir für drei Tage buchen, gefällt uns gut. Das Highlight bei unserem Aufenthalt in Rowy hat sicherlich mein Mann Basti, der bei nächtlichen Strandspaziergängen eine Menge Bernstein findet.  

Leider wird der Wind immer stärker und auch die Temperaturen sinken deutlich. Wieder einmal merken wir, dass unser T4 ein Schönwetter-Camping-Fahrzeug ist. Das heißt, mit den Temperaturen fällt auch die Laune und wir beschliessen, schon Mitte der letzten Urlaubswoche die Heimreise anzutreten.

Also heißt es, die letzten Złoty in Proviant und Süßigkeiten investieren, Hörspiele und Filme für die Kinder bereit machen und dann in 13 Stunden nach Hause durchfahren. Wenn wir einmal beschlossen haben, dass es heim geht, nehmen wir das meistens ohne Zwischenstopp in Angriff.

Kosten des Roadtrips

Unsere Vorstellung war ja, dass der Urlaub relativ günstig wird. Ich kann zwar keine Statistiken aufrufen, aber man merkt deutlich, dass eigentlich alle Preise durchschnittlich unter denen in Deutschland liegen. Ein Beispiel: die Nacht auf dem Campingplatz hat uns durchschnittlich 17 Euro gekostet. Der teuerste Campingplatz lag bei 23 Euro, der günstigste bei 13 Euro.

Hier die Kostenaufstellung (Summen gerundet) für den gesamten Urlaub – also inkl. Ab- und Anreistag 20 Tage:

  • Campingplätze: 350 Euro
  • Supermarkt & Bäckerei: 220 Euro
  • Essen gehen: 256 Euro
  • Freizeitaktivitäten: 101 Euro
  • Benzin: 300 Euro
  • Maut & Zug: 31 Euro

Gesamt: 1.258 Euro

Wir sind aufgrund der vielen Ortswechsel sehr oft Essen gegangen. Das hat uns dann das Kochen und Abspülen als großen Zeitfresser beim Camping erspart. Ich scheue es oft, Essen zu gehen, da es mit vier Personen schnell teuer wird. Aber in Polen konnten wir uns das gut leisten. Ein leckeres Essen im Restaurant liegt zwischen 25 bis 35 Euro (für vier Personen!).

Bezahlt wird in Polen mit Złoty, das Währungs-Kurzzeichen ist PLN. Wir haben immer darauf geachtet, dass wir genug Bargeld bei uns hatten. Zwar kann vieles mit Karte bezahlt werden, auch kleinere Einkäufe, bei denen man sich in Deutschland vielleicht teilweise noch scheut, bargeldlos zu zahlen. Aber viele Campingplatzbesitzer haben bar kassiert, so dass es gut war, immer ausreichend Bargeld dabei zu haben. Geldautomaten gab es in jeder größeren Stadt.

Infrastruktur und Autofahren

Infrastrukturell kann sich Polen absolut mit Deutschland vergleichen. Polen hat in den letzten Jahren eine wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, den auch die Corona-Pandemie nicht stoppen konnte. Das merkten wir zum Beispiel deutlich an den Straßen. Autobahnen und Bundesstraßen sind in einem top Zustand und viele Abschnitte wirkten ganz neu.

Ansonsten waren wir öfters mal froh um unseren Allrad-Bus. Extrem off-road waren wir zwar nicht unterwegs, aber die schönsten Stellplätze hätten wir mit einem größeren Wohnmobil nicht erreicht. Oftmals ging über Schotterpisten, die wir ganz entspannt fahren konnten. Achtet darauf, wenn ihr in Polen unterwegs seid, dass immer das Licht an sein muss. Wir wurden des öftern mal per Lichthupe von entgegen kommenden Fahrzeugen daran erinnert.

Auch ansonsten fanden wir die Autofahrer sehr entgegenkommend. Beim Einfädeln im Stadtverkehr wurde freundlich vorgelassen, so dass man nie drängeln musste. Gerade in einer Großstadt wir Breslau hat uns das sehr positiv überrascht.

Auf dem Land muss mal immer aufmerksam sein. Zum einen läuft in Ortschaften öfters mal ein Hund allein über die Straße und außerhalb des Ortes kommt plötzlich ein unbeschrankter Bahnübergang. Also aufpassen, dass man die Stoppschilder, die dort stehen, ernst nimmt.

Das Pendant zum schwedischen Elch-Schild: das polnische Kuh-Schild.

Die längste Strecke am Stück sind wir durch die Mitte Polens gefahren, hauptsächlich auf einer Landstraße. Dabei ist uns das enge Tankstellennetz positiv aufgefallen. Das war nicht nur zum Tanken prima, sondern auch für Pipi-Pausen. Die Tankstellen haben nämlich alle ordentliche und sehr saubere Toiletten, die man kostenlos nutzen kann.

Natürlich sind auch wir nicht frei von dem doofen Vorurteil nach Polen gefahren, dass man Angst um sein Auto muss. Aber in punkto Sicherheit können wir absolut nichts negatives berichten. Wir haben uns in keinem Moment auf der Reise irgendwie unsicher gefühlt. An Orten, die viele Touristen anziehen, gibt es Parkplätze, die man bezahlt, die dann aber auch einen Parkwärter haben. So haben wir den Bus immer beruhigt auch mal allein gelassen.

Die Versorgung mit Lebensmitteln ist gar kein Problem. In größeren Ortschaften gibt es große Supermärkte mit einen Angebot, wie wir es aus Deutschland kennen. Besonders gut gefallen hat uns aber, dass fast jeder kleine Ort einen Einkaufsladen hat. Das sind dann „Tante-Emma-Läden“, die ein begrenztes, aber ausreichendes Supermarkt-Sortiment sowie Backwaren haben.

Stichwort Internet. Es war einfach großartig, dass wir überall eine super Abdeckung mit mobilen Daten hatten. Da fällt mal wieder auf, wie sehr Deutschland in dieser Hinsicht Entwicklungsland ist. Einige Campingplätze haben WLAN angeboten, aber mit einem ausreichend großen Datenvolumen war die Nutzung der mobilen Daten fast komfortabler.

Fazit

Würden wir eine Reise nach Polen empfehlen? Sind unsere Erwartungen erfüllt worden?

Die erste Frage kann ich absolut bejahen. Polen lohnt sich absolut als Reiseziel. Es hat eine super Infrastruktur, es ist günstig, die Leute sind nett, es gibt schöne Landschaften, viele Campingplätze, viele Sehenswürdigkeiten …

Wir haben diesmal aber zu viel in unsere Reise reingepackt. Da wir ohne richtigen Plan losgefahren sind, möglichst viel sehen wollten und auch nicht wussten, wo es uns am besten gefällt, waren wir viel „on the road“ und hatten wenig wirklich erholsame Tage. Jede der drei Gegenden, die wir bereist haben, wäre eine eigene Reise wert gewesen.

Unser Route durch Polen. Insgesamt haben wir 3100 Kilometer zurück gelegt.

Die Masuren haben uns bei unserem Polen Roadtrip definitiv am besten gefallen. Wenn man ein ruhiges Plätzchen gefunden hat, ist die Natur einfach traumhaft. Die Seen sind toll zum Baden, SUP fahren und angeln und man kann dort eine richtig entspannte Zeit verbringen.

Die Frage, ob unsere Erwartung erfüllt worden sind, kann nicht so eindeutig beantwortet werden. Einerseits hätten wir uns ein bisschen mehr unberührte Natur und beeindruckende Naturerlebnisse gewünscht. (Das hätte es vielleicht gegeben, wenn wir weiter Richtung Osten gefahren wären.) Leider lag auch gerade im Wald sehr viel Müll herum.

Andererseits hat uns das Land in vielem so positiv überrascht, dass unsere Erwartung sogar noch übertroffen wurden. Allem voran hat einfach überall eine unaufgeregte, entspannte Atmosphäre geherrscht. Man hat sich wenig durch Verbote und Vorschriften eingeschränkt gefühlt.

Vor allem für Camper lohnt sich also ein Roadtrip durch Polen. Mehr Infos zum Thema Camping gibt’s dann im Teil 2 des Artikels.

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3 Comments

  1. Pingback: Camping in Polen: alles entspannt! - Vier im Bus

  2. Danke für diesen ehrlichen Einblick. Das ist Mal wirklich hilfreich! ,😍

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