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Frankreich-Camping-Guide: Von der Planung bis zum Lieblingsplatz

Frankreich ist unser Lieblingsreiseland – und das schon seit vielen Jahren. Eigentlich machen wir jedes Jahr einmal Urlaub in Frankreich, mal auf dem Campingplatz, mal in einer Ferienwohnung. Und es wird uns einfach nicht langweilig. Die Vielfalt der Regionen, die Campingkultur, das Essen, die Lebensart: Es gibt viele gute Gründe, immer wieder nach Frankreich zu reisen.

In diesem Artikel teilen wir alles, was wir über Camping in Frankreich wissen. Wie ihr die richtige Region und den passenden Campingplatz findet, was ihr für Einreise und Autofahren wissen müsst, wie der Alltag auf französischen Campingplätzen aussieht und unsere persönlichen Lieblingsplätze an der Atlantikküste und am Mittelmeer.

Inhaltsverzeichnis

  • Einreise und Autofahren in Frankreich: Alles Wichtige für Camper
  • Camping in Frankreich erleben: Vom Marktbesuch bis zum Pétanque-Abend
  • Camping in Frankreich planen: Regionen, Campingplätze und die beste Reisezeit

    Frankreich ist riesig – und genau das macht die Planung so spannend, aber manchmal auch etwas überwältigend. Wohin soll die Reise gehen? Atlantik oder Mittelmeer? Berge oder Flusslandschaften? Wir kennen das Dilemma gut, denn wir haben schon viele Ecken des Landes mit unserem VW Bus erkundet, aber trotzdem gibt es noch sehr viele Gegenden, in denen wir noch nicht waren, die aber auf unserer Bucketliste stehen.

    Welche Region passt zu euch?

    Frankreich bietet so viele verschiedene Landschaften, dass sich eigentlich für jeden die passende Region findet. Hier ein Überblick über die beliebtesten Camping-Destinationen:

    • Atlantikküste: Endlose Sandstrände, Dünen, Pinienwälder und die entspannte Surferkultur des Baskenlands: Die Atlantikküste ist unsere absolute Lieblingsregion und hat uns immer wieder aufs Neue begeistert. Mehr dazu in unseren Artikeln über 5 Orte an der Atlantikküste, die lieben wirst und unseren Lieblingscampingplatz dort.
    • Côte d’Azur und Mittelmeer: Wer es etwas wärmer und mediterraner mag, ist hier richtig. Das Meer leuchtet türkisblau, die Märkte duften nach Lavendel und Oliven, und auch im Frühjahr und Herbst kann man hier wunderbar Urlaub machen. Unsere Erfahrungen im Frühjahr haben wir in dem Artikel über Frühlingsurlaub an der Côte d’Azur festgehalten.
    • Ardèche und Zentralmassiv: Ideal für Naturliebhaber und Abenteuerlustige. Kanufahren auf der Ardèche, beeindruckende Schluchten, kaum Touristen – hier ist Frankreich noch ursprünglich.
    • Korsika: Die „Insel der Schönheit“ verdient ihren Beinamen zu Recht: türkisblaues Meer, wilde Berglandschaften, einsame Buchten und eine Natur, die ihresgleichen sucht. Wir waren selbst schon dort und absolut begeistert. Wer Korsika mit dem Wohnwagen oder Camper erkunden möchte, sollte allerdings etwas Fahrerfahrung mitbringen – die Straßen sind kurvenreich und manchmal sehr schmal. Wir waren nur mit dem VW Bus dort und das war perfekt. Welche Campingplätze wir dort besucht haben, findest du in dem Artikel über die Campingplatz-Empfehlungen auf Korsika.
    • Normandie und Bretagne: Rauer, grüner, windiger – und trotzdem wunderschön. Für alle, die eher keltische Stimmung als Mittelmeerfeeling suchen.
    • Alpen und Pyrenäen: Camping auf der Alm, Wandern, Mountainbiken … Die Bergregionen sind besonders im Sommer ein Traum und auch mit Kindern gut machbar.
    Lieblingsorte am Atlantik
    Abendstimmung am Atlantik

    Welche Art von Campingplatz soll es sein?

    In Frankreich gibt es eine riesige Bandbreite an Campingplätzen – vom einfachen Kommunalplatz bis zum Ferienresort mit Wasserpark. Grob lassen sie sich in diese Kategorien einteilen:

    • Camping municipal: Gemeindegeführte Plätze, die es in fast jedem Ort gibt. Ihr größter Vorteil ist der Preis: Sie sind deutlich günstiger als private Anlagen. Dafür ist die Ausstattung einfacher. Aber gerade diese Schlichtheit hat durchaus ihren Reiz. Und oft haben solche Plätze ein tolle Lage. Auf der Webseite Campingfrance.com findest du eine Liste dieser Platz, wenn nach dem Stichwort „Municipal“ filterst.
    • Private Campingplätze (2 bis 5 Sterne): Hier reicht die Spanne von solide bis luxuriös. Ab drei Sternen kann man in der Regel mit sauberen Sanitäranlagen, Stromanschluss und einem kleinen Shop rechnen. Fünf-Sterne-Plätze haben oft Pools, Restaurants und ein Animationsprogramm.
    • Camping à la ferme: Bauernhofcamping ist eine wunderbare Alternative für alle, die es ruhig und authentisch mögen. Man übernachtet direkt auf dem Hof eines Landwirts, oft mit frischen Produkten aus eigener Erzeugung und einer ganz persönlichen Atmosphäre, die kein Resort der Welt bieten kann. Eine große Auswahl findet ihr auf bienvenue-a-la-ferme.com, der offiziellen Plattform des französischen Bauernverbands.
    • Natur- und Öko-Camping: Eine wachsende Kategorie in Frankreich: Plätze, die nachhaltig und umweltfreundlich geführt werden und dafür auch zertifiziert sind. Wer beim Camping möglichst wenig Spuren hinterlassen möchte, findet hier eine gute Anlaufstelle.
    • FKK-Campingplätze: Frankreich ist übrigens das FKK-Reiseland Nummer eins in Europa und hat eine lange Tradition im naturistischen Camping. Wer damit etwas anfangen kann, findet vor allem im Süden und an der Atlantikküste eine große Auswahl an entsprechenden Plätzen.
    vierimbus-slow-village-lacanau

    Wann ist die beste Reisezeit?

    Wie so oft: Das kommt darauf an. Unsere Erfahrungen zeigen, dass jede Saison ihre Vorzüge hat, aber auch ihre Tücken.

    • Juni und September sind für uns die besten Monate: Die Plätze sind noch nicht überfüllt, das Wetter ist meist gut, und die Preise sind deutlich günstiger als im Hochsommer. Außerdem ist die Stimmung auf den Campingplätzen angenehmer entspannter.
    • Juli und August sind Hochsaison. Das bedeutet volle Strände, volle Plätze und Preise, die das spürbar widerspiegeln. Wer in dieser Zeit reist, sollte unbedingt frühzeitig buchen, am besten schon im Winter. Mit schulpflichtigen Kindern haben wir allerdings oft keine andere Wahl.
    • April und Mai eignen sich besonders für den Süden. An der Côte d’Azur zum Beispiel kann das Wetter im Frühjahr bereits herrlich sein und man hat die Strände noch fast für sich.
    • Im Winter sind die meisten Campingplätze in Frankreich geschlossen (von Oktober bis März). Wer es dennoch versuchen möchte, findet vor allem im Süden vereinzelte Plätze, die ganzjährig geöffnet haben. Eigene Erfahrungen damit haben wir nicht, denn im Winter zieht es uns eher in Ferienwohnungen als auf den Campingplatz. 😄

    Einreise und Autofahren in Frankreich: Alles Wichtige für Camper

    Eigentlich ist es in Zeiten offener Grenzen ganz einfach: Losfahren, Grenze, bonjour, fertig. Jedoch sollte man einige Dinge beachten, wenn man in Frankreich unterwegs ist. Vor allem, wenn man mit großen Wohnmobilen oder einem Gespann unterwegs ist. Aber keine Angst: Wer einmal weiß, was er braucht und auf was er zu achten ist, merkt, dass Autofahren in Frankreich meistens extrem entspannt ist.

    Einreise: Dokumente für Personen und Fahrzeug

    Als EU-Bürger reist ihr mit dem Personalausweis nach Frankreich ein – kein Reisepass notwendig, auch nicht für die Kinder. Trotzdem empfehlen wir, für alle Familienmitglieder gültige Dokumente dabei zu haben. Außerdem sollten diese Unterlagen nicht fehlen:

    Persönliche Dokumente:

    • Personalausweis oder Reisepass (für alle Mitreisenden)
    • Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) – die erspart im Notfall viel Stress
    • Reisekrankenversicherung

    Fahrzeugdokumente und Pflichtausrüstung:

    • Führerschein
    • Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I)
    • Grüne Versicherungskarte (nicht mehr offiziell Pflicht, aber im Schadensfall sehr hilfreich)
    • Warnwesten. Pflicht für alle Insassen, nicht nur den Fahrer, und sie müssen im Fahrzeug griffbereit sein, nicht im Kofferraum.
    • Warndreieck
    • Alkoholtester (offiziell Pflicht, wird aber kaum kontrolliert)

    Unterwegs in Frankreich: Regeln, die man kennen sollte

    Es gibt ein paar Regeln, die sich von Deutschland unterscheiden und die man kennen sollte, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

    Tempolimits:

    • Innerorts: 50 km/h
    • Außerorts: 80 km/h (seit 2018 auf vielen Landstraßen von 90 auf 80 reduziert)
    • Schnellstraßen ohne Mittelstreifen: 110 km/h
    • Autobahn: 130 km/h – bei Regen oder schlechter Sicht reduziert auf 110 km/h

    Gerade der letzte Punkt überrascht viele: Das Tempolimit auf der Autobahn gilt bei Regen automatisch, auch ohne Beschilderung. Wer das nicht weiß, riskiert ein saftiges Bußgeld.

    Weitere Vorschriften:

    • Telefonieren am Steuer ist grundsätzlich verboten – das Halten des Handys ist untersagt, und auch Headsets zum Telefonieren sind in Frankreich nicht erlaubt.
    • Kopfhörer und Ohrstöpsel beim Fahren sind ebenfalls verboten – strenger als in Deutschland.
    • Rechts vor links gilt in Frankreich konsequent, auch an unübersichtlichen Kreuzungen – lieber einmal mehr abbremsen.
    • Die Promillegrenze liegt bei 0,5 Promille – also niedriger als in Deutschland. Für Fahranfänger in den ersten drei Jahren nach dem Führerscheinerwerb gilt sogar eine Grenze von 0,2 Promille. Im Zweifel gilt: lieber keinen Tropfen, wenn man danach noch fahren muss.

    Parken: In französischen Innenstädten begegnen einem häufig blaue Markierungen an Parkplätzen – die sogenannten Zones Bleues. Hier gilt ein zeitlich begrenztes Parkrecht, meist ein bis zwei Stunden, und man benötigt eine Parkscheibe. Wer keine dabei hat, riskiert ein Knöllchen. Ebenfalls wichtig: Eine gelbe unterbrochene Linie am Bordstein oder Straßenrand bedeutet Parkverbot – auch wenn kein Schild dabei steht. Und noch ein Detail, das viele unterschätzen: In Frankreich darf kein Fahrzeugteil die Park- oder Haltelinie überschreiten. Wer zu weit in die Fußgängerzone oder den Kreuzungsbereich ragt, wird ebenfalls zur Kasse gebeten.

    Umweltplakette Crit’Air: Wer mit dem Auto in französische Städte fahren möchte, braucht die Crit’Air-Plakette. Sie kennzeichnet Fahrzeuge nach ihrem Schadstoffausstoß und ist in vielen Städten – darunter Paris, Lyon und Marseille – Pflicht, besonders in sogenannten Zonen à Faibles Émissions (ZFE). Die Plakette kostet nur wenige Euro und kann ganz einfach online auf der offiziellen französischen Regierungsseite certificat-air.gouv.fr bestellt werden. Wer ohne Plakette in eine ZFE einfährt, riskiert ein Bußgeld. Unser Tipp: Einfach vor der Reise bestellen und dauerhaft im Auto lassen.

    Lust auf einfache Campingrezepte?

    Maut und Tanken

    Maut: Frankreichs Autobahnen sind fast durchgehend mautpflichtig – und wer das zum ersten Mal erlebt, ist manchmal überrascht, wie schnell sich die Beträge summieren. Für längere Strecken, zum Beispiel von Deutschland an die Atlantikküste, können das durchaus 40 bis 60 Euro pro Strecke sein.

    Wer sich das sparen möchte, kann mautfreien Nebenstraßen nutzen. Das geht bei den meisten Abschnitten sehr gut, weil sie oft fast parallel zur Autobahn verlaufen. Allerdings muss dann deutlich mehr Fahrtzeit eingeplant werden. Gerade in den Bergen kann das schnell einige Stunden mehr unterwegs sein bedeuten.

    Wer die Autobahnen nutzt, für den lohnt sich eine kleine Mautbox. Wir fahren seit Jahren mit dem System Bip&Go und möchten es nicht mehr missen. Man fährt einfach durch die Spur mit dem orangenen „t“-Symbol, die Schranke öffnet automatisch, und die Abbuchung erfolgt bequem vom Konto. Kein Suchen nach Kleingeld, kein Anstehen an der Kasse – gerade in der Hochsaison mit viel Verkehr ist das Gold wert. Die Box kann vor der Reise ganz einfach online auf bip-and-go.com bestellt werden und ist auch für Gespanne geeignet, wobei Wohnwagen-Fahrer beachten sollten, dass sie in eine andere Fahrzeugklasse fallen und entsprechend mehr Maut zahlen.

    Tanken: Die Spritpreise in Frankreich sind mit Deutschland vergleichbar, manchmal etwas günstiger. Unser Tipp: Tankt an den Tankstellen der großen Supermärkte wie Leclerc, Intermarché oder Carrefour, dort ist der Sprit meist deutlich günstiger als an den Autobahn-Raststätten. Dafür lohnt sich auch das Verlassen der Autobahn.

    An den meisten Tankstellen wird direkt an der Zapfsäule mit Karte bezahlt. Dafür wird ein fixer Betrag geblockt und dann im Nachgang die tatsächlich Summe gebucht. Also nicht erschrecken, wenn kurzfristig mal eine höherer Betrag in der Kreditkartenabrechnung zu sehen ist.

    Und oft wird jedoch eine PIN benötigt – also lieber keine Kreditkarte ohne PIN mitnehmen.

    Besonderheiten mit Wohnwagen und Wohnmobil

    Seit wir unseren Mini-Wohnwagen dabei haben, haben wir noch einmal neu gelernt, in Frankreich Auto zu fahren. Denn für Gespanne und Wohnmobile gelten teilweise andere Regeln:

    Tempolimits für Gespanne:

    • Außerorts: 80 km/h
    • Schnellstraßen: 100 km/h
    • Autobahn: 130 km/h (nur wenn das Gesamtgewicht unter 3,5 Tonnen liegt, sonst 110 km/h)

    Weitere Punkte, die ihr im Blick haben solltet:

    • Die Gesamtlänge von Fahrzeug und Anhänger darf in Frankreich maximal 18,75 Meter betragen.
    • Auf manchen Autobahnen gilt für Gespanne ein Überholverbot für LKW-Spuren – also immer die Beschilderung im Blick behalten.
    • Für die Maut fällt euer Gespann in Fahrzeugklasse 2 oder höher.
    • Plant bei der Stellplatzsuche auf Campingplätzen etwas mehr Zeit ein: Nicht jeder Platz ist für größere Gespanne geeignet, und eine Durchfahrtshöhe oder enge Zufahrt kann schnell zum Problem werden – das haben wir selbst schon erlebt.

    Camping in Frankreich erleben: Vom Marktbesuch bis zum Pétanque-Abend

    Der Alltag auf einem französischen Campingplatz hat seinen ganz eigenen Rhythmus – und wer sich darauf einlässt, wird schnell merken, dass er ein großer Teil des Urlaubs ist. Hier sind die wichtigsten Dinge, die ihr wissen solltet.

    Französische Campingkultur

    Auf französischen Campingplätzen ist Pétanque allgegenwärtig – fast jeder Platz hat eigene Bahnen, und besonders abends wird gespielt. Das Klacken der Metallkugeln gehört zum Soundtrack des französischen Campingurlaubs wie das Zirpen der Zikaden.

    Ansonsten gilt auf französischen Campingplätzen eine entspannte Grundstimmung. Die Plätze sind oft großzügig angelegt, die Stellplätze durch Hecken oder Bäume voneinander getrennt. Ruhezeiten werden ernst genommen – mittags und nachts ist auf den meisten Plätzen Lärm ausdrücklich unerwünscht, und das wird auch eingehalten.

    Ausstattung der Plätze

    Die Ausstattung hängt stark von der Kategorie des Platzes ab – und die Unterschiede können erheblich sein:

    • Sanitäranlagen auf einfachen Plätzen: Wer auf einem Ein- oder Zwei-Sterne-Platz übernachtet, sollte keine Komfortausstattung erwarten. Toiletten haben oft keine Klobrille, Toilettenpapier wird nicht gestellt – also immer selbst mitbringen. Duschen funktionieren meistens, sind aber manchmal nur lauwarm. Spülgelegenheiten für Geschirr befinden sich häufig im Freien unter einem Dach.
    • Sanitäranlagen auf höheren Kategorien: Ab vier oder fünf Sternen sieht die Welt anders aus. Die Anlagen sind sauber, oft modern, und auf manchen Plätzen steht den ganzen Tag ein Reinigungstrupp bereit. Familienbäder und separate Kinderbereiche sind keine Seltenheit.
    • Strom: Stromanschlüsse sind auf den meisten Plätzen ab zwei bis drei Sternen verfügbar, oft gegen Aufpreis. Wir selbst verzichten meist darauf und versorgen uns mit Solarpanels – das funktioniert in Frankreich mit seinen vielen Sonnenstunden hervorragend und gibt uns mehr Flexibilität bei der Stellplatzwahl.
    • Internet: WLAN ist auf den meisten Plätzen vorhanden, die Qualität schwankt aber erheblich. Auf großen Plätzen in der Hochsaison kann die Verbindung abends sehr langsam werden. Wer zuverlässig online sein möchte, ist mit einer französischen SIM-Karte oder einem mobilen Hotspot besser bedient.
    • Weitere Ausstattung: Viele Plätze haben einen kleinen Shop mit Grundnahrungsmitteln und frischem Brot, eine Bar und in der Hochsaison ein Animationsprogramm für Kinder. Größere Plätze haben oft einen Pool – praktisch an Tagen, an denen das Meer zu weit weg ist.

    Einkaufen in Frankreich

    Einkaufen gehört für uns zu den echten Highlights eines Frankreich-Urlaubs – kein Witz.

    Wochenmärkte gibt es in fast jeder Stadt und jedem größeren Dorf, meist ein- bis zweimal pro Woche, vormittags. Das Angebot geht weit über Lebensmittel hinaus: Neben frischem Obst und Gemüse, Käse, Charcuterie, Oliven und Backwaren findet man Seifen, Kleidung, Taschen, Haushaltswaren und vieles mehr. Für uns ist ein Marktbesuch fester Bestandteil jedes Frankreich-Urlaubs.

    Supermärkte und Hypermarchés sind eine eigene Kategorie. Die großen Ketten wie Leclerc, Carrefour oder Intermarché betreiben riesige Hypermarchés, die in ihrer Größe und Warenfülle beeindrucken – vor allem die Käse-, Wein- und Frischabteilungen suchen ihresgleichen.

    Praktischer Hinweis: Sonntags haben viele Supermärkte in Frankreich zumindest vormittags geöffnet – das ist ein angenehmer Unterschied zu Deutschland. Nachmittags schließen die meisten jedoch, also lieber früh los, wenn ihr sonntags noch einkaufen müsst.

    Essen gehen

    Große Restaurantbesuche stehen bei uns im Campingurlaub eher selten auf dem Programm – wir kochen die meisten Mahlzeiten selbst. Wenn es doch mal ein Imbiss sein darf, dann am liebsten unkompliziert und vor Ort: ein Panini oder eine Crêpe direkt am Strand ist nach einem langen Badetag oft genau das Richtige.

    Aktivitäten

    Frankreich bietet eine enorme Bandbreite an Aktivitäten – für jeden Reisetyp und jedes Alter. Was bei uns nie fehlt:

    • Wassersport: Baden, Wellenreiten, SUP-Fahren, Wingsurfen: Frankreichs Küsten und Flüsse sind ein Paradies für Wassersportbegeisterte. An der Atlantikküste sind die Bedingungen für Surfer besonders gut, die Wellen sind konstant und es gibt Schulen für alle Levels. Auf Flüssen wie der Ardèche sind Kanutouren sehr beliebt und auch mit Kindern gut machbar.
    • Radfahren: Frankreich hat ein gut ausgebautes Netz an Radwegen, viele Campingplätze liegen direkt daran. Fahrräder lassen sich vor Ort oft günstig mieten.
    • Wandern: Von der Küste bis in die Berge gibt es Wanderwege für alle Schwierigkeitsgrade, viele davon auch für Familien mit Kindern gut geeignet.
    • Kultur und Dörfer: Frankreich hat eine beeindruckende Dichte an historischen Städtchen, mittelalterlichen Burgen und sehenswerten Dörfern. Viele davon sind Teil der offiziellen Liste „Les Plus Beaux Villages de France“ – die schönsten Dörfer Frankreichs – und einen spontanen Abstecher fast immer wert.
    • Märkte und lokale Feste:Im Sommer finden in vielen Orten abendliche Märkte und lokale Feste statt. Das kostet meist nichts und gibt einen echten Einblick ins französische Alltagsleben.

    Unsere liebsten Campingplätze in Frankreich: Atlantik und Mittelmeer

    Nach vielen Jahren Camping in Frankreich haben wir einige Plätze ins Herz geschlossen, zu denen wir immer wieder zurückkehren. Hier sind unsere persönlichen Empfehlungen – keine Werbung, nur ehrliche Erfahrungen.

    Atlantikküste

    Camping de Tedey (Lacanau) Zum Camping de Tedey bei Lacanau fahren wir seit vielen Jahren – und das sagt eigentlich schon alles. Der Platz liegt direkt an einem See, das Meer ist nicht weit, und trotz seiner Größe hat er eine entspannte, unkomplizierte Atmosphäre, die uns jedes Mal wieder einfängt. Kein Riesenresort-Feeling, kein Trubel – einfach Urlaub. Mehr dazu gibt es in unserem Artikel über den Campingplatz.

    Camping de l’Océan (Carcans) Wer einen kleineren, ruhigeren Platz sucht, ist in Carcans genau richtig. Das Städtchen selbst ist absolut charmant und einen Bummel wert. Der eigentliche Trumpf des Platzes ist aber seine Lage: Man geht einfach über die Düne – und ist am Strand. Mehr braucht es oft nicht.

    Mittelmeer

    Camping la Presqu’île de Giens (Giens) Die Halbinsel Giens bei Hyères ist schon für sich ein besonderes Fleckchen – und der Campingplatz macht das Erlebnis komplett. Es ist ein Vier-Sterne-Platz mit Pool und ordentlicher Ausstattung, aber ohne die manchmal etwas sterile Atmosphäre, die größere Resorts haben können. Hier stimmt die Balance zwischen Komfort und echter Urlaubsatmosphäre.

    Warum wir das Camping in Frankreich lieben – und immer wieder zurückkehren

    Mein Mann war schon immer Frankreich-Fan – und er hatte recht. Inzwischen ist Frankreich auch mein liebstes Urlaubsziel, und jedes Jahr aufs Neue fragen wir uns kaum „ob“ wir nach Frankreich fahren, sondern nur „wohin“.

    Was macht dieses Land so besonders? Für uns ist es vor allem die unglaubliche Vielfalt: die Weite und Wildheit der Atlantikküste mit ihren endlosen Sandstränden und Dünen, die Wärme und mediterrane Leichtigkeit im Süden, die ursprünglichen Wälder, Schluchten und Flüsse im Inland – und dann noch Korsika, das noch einmal eine ganz eigene Welt ist. Kaum ein anderes Land in Europa bietet auf dieser Fläche so unterschiedliche Landschaften und Urlaubsregionen.

    Dazu kommt die französische Lebensart, die man als Camper ganz unmittelbar erlebt: morgens das Baguette und die Croissants von der Boulangerie holen, mittags in Ruhe kochen, abends beim Aperitif sitzen und einfach nichts tun müssen. Frankreich hat eine Entspanntheit, die ansteckend ist – und die man nach ein paar Tagen selbst verinnerlicht hat.

    Praktisch gesprochen spricht ebenfalls vieles für Frankreich: Von Deutschland aus gut erreichbar, eine hervorragende Infrastruktur, entspanntes Fahren auf gut ausgebauten Autobahnen – und eine riesige Auswahl an Campingplätzen für jeden Geschmack und jedes Budget. Großzügige Stellplätze, viel Platz und Natur, und Preise, die im europäischen Vergleich noch gut vertretbar sind.

    Und dann ist da noch etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt: das Gefühl, wenn man die Grenze überquert und merkt, dass hier alles ein kleines bisschen anders ist. Die Sprache, die Schilder, der Geruch der Luft – und plötzlich ist man wirklich im Urlaub. Dieses Gefühl holt uns jedes Jahr wieder zurück.

    À bientôt, France.

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