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14 wertvolle Tipps für einen unvergesslichen Roadtrip mit Kindern

Mit dem Camper „on the road“ zu sein und neue Gegenden und Länder zu erkunden, ist eine der spannendsten Arten zu reisen. Aber ganz ehrlich: es kann auch eine der anstrengendsten sein. Und gerade mit Kindern kann ein Roadtrip zu einem unvergesslichen Abenteuer oder aber zu einem absoluten Fiasko werden.

Wenn du ein paar Dinge beachtest, wird der Roadtrip mit Kindern für alle Familienmitglieder ein unvergessliches Erlebnis. Ich gebe dir hier in diesem Artikel 14 hilfreiche Tipps dafür. Angefangen bei den Vorbereitungen über den Alltag auf dem Roadtrip bis zu den mentalen Voraussetzungen. Also, sehen wir uns meine Tipps im Detail an.

Vor dem Roadtrip mit Kindern: Achtsam packen

Nicht zu viel einpacken. Sollte doch etwas Wichtiges vergessen worden sein, kann fast alles unterwegs noch gekauft werden. Aber meistens hat man eher zu viel dabei. Lieber unterwegs Waschmaschinen auf Campingplätzen oder Waschsalons nutzen, also zu viel mitzunehmen, was vielleicht doch nicht gebraucht wird.

Vollgepackter Camper auf einem Roadtrip
So kann es aussehen, wenn zu viel eingepackt wurde … 😉

Packliste nutzen. Wer sich vorher schon Gedanken macht, was eingepackt wird, vermeidet unnötigen Ballast. Hier findest du unsere Packliste fürs Van-Camping, die dir hilft, an alles Wichtige zu denken und Unnötiges zu vermeiden.

Sinnvolles Spielzeug einpacken. Viel brauchen Kinder unterwegs nicht. Aber das Lieblingskuscheltier, etwas Neues für Regentage und Outdoor-Spielsachen helfen, wenn es doch mal langweilig wird. Hier erfährst du, wie ich unsere Reisespielzeug-Tasche packe.

Den Camper klug einräumen. Jedes Teil sollte seinen festen Platz haben. Was keinen festen Platz hat, bleibt daheim, sonst liegt es nur jeden Tag im Weg herum. Überlege, wo du täglich dran musst. Das sollte griffbereit liegen.

Stauraum schaffen. Was für daheim schon sinnvoll ist, gilt beim Leben im Camper noch mehr. Kisten, Taschen, Schränke … ob im oder draußen am Camper helfen diese Sachen, Ordnung zu halten und weniger wertvolle Urlaubszeit fürs Aufräumen und Suchen aufwenden zu müssen.

Unterwegs auf einem Roadtrip mit Kindern

Lieber Campingplätze anfahren, als frei zu stehen. Beim Freistehen können nicht so viele Dinge ausgepackt und vor dem Camper gestellt werden. Also ist man mehr damit beschäftigt, im Camper aufzuräumen. (Hier kommt es aber auch auf die Größe des Campers an. Bei einem VW-Bus muss sich aufgrund seiner Größe mehr draußen abspielen als bei einem Kastenwagen oder einem Sprinter.) Zudem ist oft vorteilhaft, die Infrastruktur eines Campingplatzes nutzen zu können. Je nachdem, wann und wo man unterwegs ist, kann es allerdings sein, dass das spontane Buchen eines Platzes nicht so einfach ist. Dazu sollte man sich vor Abreise informieren.

VW Bus Roadtrip
Gerade kleine Campingplätze können oft auch spontan angefahren werden.

Ein fester Platz einige Tage zu Beginn der Reise sorgt für Ruhe. Nicht für jeden ist die Umstellung von Alltag zu Urlaub bzw. dem Unterwegs sein, einfach. Da kann es ein sanfter Einstieg in einen Roadtrip sein, wenn man sich zunächst einige Tage an einem Ort gönnt, um „im Urlaub anzukommen“.

Keine langen Fahrtzeiten tagsüber. Versuche, längere Strecken früh am Morgen oder am Abend zurückzulegen. Dann verlierst du nicht so viel von deinen Urlaubstagen und, gerade bei kleinen Kindern, besteht die Chance, dass sie gute Teile der Fahrt verschlafen.

Stelle dich darauf ein, dass es viele Haushaltsarbeiten gibt. Eigentlich ist man ständig mit Aufräumen, spülen, waschen beschäftigt. Da macht es sich bezahlt, wenn man schon wenig gepackt hat (siehe den 1. Punkt). Die Kinder können je nach Alter schon einbezogen werden und Aufgaben übernehmen.

Liste mit Aktivitäten und Ausflugszielen vorbereiten. Auch wenn du die exakte Reiseroute noch nicht kennst, kannst du schon vor der Reise nach interessante Aktivitäten in der bereisten Region suchen. Dann können zum Beispiel bei schlechtem Wetter passende Ausflugsziele angefahren werden bzw. die Reiseroute kann so geplant werden, dass die Orte, die du auf keinen Fall verpassen willst, angefahren werden.

Darauf achten, dass bei den Aktivitäten für jeden was dabei ist. Ein Roadtrip bietet die Chance, viel zu sehen und zu erleben. Setze dich damit aber nicht unter Druck, sondern lege dein Hauptaugenmerk darauf, dass jedes Familienmitglied eine gute Zeit hat. Das bedeutet, dass für jeden etwas dabei sein sollte (an besuchten Orten und erlebten Aktivitäten), das ihm/ihr besonders viel Spaß macht.

Bei einem Roadtrip kannst du so viel sehen und erleben wie sonst nur in mehreren Urlauben.

Auf den Charakter und die Vorlieben der Kinder achten. Manche Kinder können viel Action vertragen, andere weniger. Manche Kinder lieben es, jeden Tag einen neuen Ort kennenzulernen, andere fühlen sich wohler, wenn sie mehrere Tage an einem Platz sind. Die Vorlieben sind auch nicht immer unbedingt identisch mit denen der Eltern. Die Reiseplanung sollte so gestaltet werden, dass sich alle damit wohlfühlen.

Mentale Voraussetzungen für einen Roadtrip mit Kindern

Gelassen bleiben. Alles dauert länger als daheim. Sein „Tagwerk“ kann man später beginnen und auch „Feierabend“ ist erst später. Auf engem Raum und dem (oft ungewohnten) Rund-um-die-Uhr zusammen sein, können Spannungen innerhalb der Familie entstehen. Das ist beim Camping sowieso schon der Fall. Bei einem Roadtrip kommen noch die Fahrten zwischen den Spots und evtl. die Planung der Route dazu, die auch Zeit und Kapazitäten fordern. Versuche, flexibel und spontan zu bleiben und dich nicht zu starr an eine Planung zu halten.

Roadtrip mit einem VW Bus
Bei einem Roadtrip werden die Strecken auch manchmal abenteuerlich.

Genug Ruhephasen einplanen. Einen Roadtrip macht man, weil man viel erleben will. Aber trotzdem sollte man nicht von Ort zu Ort hetzen, sodass es zu anstrengend wird. Die wertvolle Urlaubszeit sollte auch der Erholung dienen. Dazu hilft es, wenn zu Beispiel jedes Elternteil nach Möglichkeit mal Zeit für sich allein hat. Oder dass Tagen ohne Fahren eingelegt werden. Achte darauf, dass jeder Tag kleine Erholungsinseln für alle bietet.

Fazit

Ein Roadtrip ist ein wunderbares Familienabenteuer. Auch oder vor allem, wenn etwas ungeplant läuft, kann zu unvergesslichen Erlebnissen führen. Gerade das Spontane und Flexible macht den Reiz eines Roadtrips aus.

Erzähle mir doch mal, ob du schon Roadtrips mit deiner Familie gemacht hast und ob du meine Tipps noch ergänzen kannst.

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